Traumhunde-MV
  Welpenspielstunde
 
Viele Jahre habe ich einen Hundentrainer bei Welpenspielstunden unterstützt und hatte immer sehr viel Freude daran. Es ist schön die Entwicklung der Kleinen zu sehen, ihr Heranwachsen zu beobachten und zu erleben wie Mensch und Hund ein Team werden. Welpenspielstunden sind richtig durchgeführt ein Gewinn für jeden Hund, der Welpe lernt den richtigen Umgang mit fremden Hunden und Menschen, der Besitzer lernt seinen Hund kennen und verstehen. Doch lieber keine Welpenspielstunde, als ein schlechte, denn eine falsch durchgeführte Welpenstunde kann prägend für den Hund sein.














Tipps für die Welpenspielstunde:

  • Alter der Welpen zwischen 10 - 16 Wochen, im Ausnahmefall bis 20 Wochen
  • ausreichender Imfpschutz und Haftpflichtversicherung wird sorgfältig geprüft
  • ein kostenloses Zusehen bei einer Stunde sollte jederzeit möglich sein
  • der Welpe darf einige Tage vorher kurz den Platz abschnüffeln und den  Trainer kennenlernen
  • Bei der Anwesenheit von 2 Trainern sollte die Gruppengröße max 6-8 Welpen betragen, bei einem Trainer max 3-4 Welpen
  • die Stunde sollte ruhig beginnen, am besten mit einer Schnüffelrunde und gemeinsamen Bindungsübungen mit dem Besitzer
  • Kontakte oder Spiel an der Leine sollten nicht zugelassen werden, da hier die Hunde das zerren an der Leine lernen
  • das Freispiel sollte max 5-10 Minuten dauern und mit einer Ruhephase enden 
     
  • das Motto " Das machen die schon unter sich aus" ist hier fehl am Platz, wildes übereinander kullern, während sich die Besitzer unterhalten ist kein Welpenspiel
  • der Trainer sollte das Spiel immer im Auge haben, Verhalten erklären und wenn nötig eingreifen, keinesfalls sollte ängstliche Hunde überrannt werden und mutige das Raufen lernen
  • natürlich sollen die Welpen den Umgang miteinandern erlernen, aber die Kommunikation Mensch-Hund sollte immer im Vordergrund stehen
  • wichtig sind auch das Kennenlernen von unterschiedlichen Untergründen, Gerätearbeit und Geräuschen
  • erste kleine Übungen ebnen den Weg zu einer vertrauensvollen Bindung zwischen Mensch und Hund. Der Welpe lernt von Anfang, während der Anwesenheit anderer Hunde, Spaß mit seinem Menschen zu haben und kleine Gehorsamkeitsübungen zu absolvieren. Dies ist die Basis für ein stressfreies Zusammenleben
  • Raum ist immer für die Fragen der Besitzer, Infomaterial sollte bei Bedarf ausgegeben werden oder der Trainer bietet Ihnen zusätzliche eine Einzelstunde an.
  • sollte Ihre Welpen nicht in die vorhandene Welpengruppe passen, z.B. wegen Ängstlichkeit oder sehr stürmischen Welpen, bietet der Trainer Ihnen eine Alternative an und lässt Sie nicht allein mit dem Problem. Integration in eine Junghundgruppe oder eine Gruppe mit erwachsenen Hunden, sollte für die Welpen jederzeit möglich sein
  • optimal wäre ein kleiner Ausflug mit der Welpengruppe in fremde Umgebung, denn alle Theorie ist Grau und Welpen verhalten sich unterwegs oft anders. Der Trainer erklärt Verhalten und Hundebegegnungen im Wald, Strand, Park und der Besitzer lernt solche Situationen allein zu meistern  
  • ebenso sollte es Folgeangebote ab der 16. Woche geben, denn die Sozialisierungsphase ist zwar fast vorbei, aber das Sozialverhalten muss geschult und unter kontrollierten Bedingungen ausgebaut werden
Welpenspiel ist wichtig und kann ihrem Welpen ein optimalen Start ins Leben ermöglichen, wählen sie sorgfältig, am besten schon bevor der Welpe bei Ihnen einzieht.

 
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